Wildleberknödel

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Wir hatten in letzter Zeit ordentlich Jagdglück und entsprechend viel Leber von Rot- und Rehwild ist angefallen – also was lag näher als den Leberknödelnachmittag zu starten?!

Die Mengenangaben im Rezept sind unsere Mengen, da kamen so einige Leberknödel dabei raus, die wir dann portionsweise eingefroren haben.

Also nicht erschrecken, geht bestimmt auch mit deutlich weniger.

Zutaten:

3,5 kg Leber
1,5 kg durchwachsenes Dörrfleisch
5 große Zwiebeln
ca. 500 Gramm alte Brötchen
Salz
Pfeffer
Majoran
1 Bund Petersilie
6 Eier
½ Päckchen Backpulver

Rezept:

Richtig gelesen, bei den Zutaten steht Backpulver! Das war ein Tipp von einem alten, erfahrenen Metzgermeister: „Bub, mach des in de Teig noi, die Lewwerknödel wern locker und fer die Bindung isses ah gut“. Ich übersetz es mal nicht-hat aber sehr gut funktioniert.

Die Leber putzen und in Streifen schneiden, ebenso das Dörrfleisch.
Die Zwiebeln grob zerkleinern, genau wie die Brötchen.

Alles durch die kleine Scheibe des Fleischwolfs laufen lassen –
das Dörrfleisch haben wir zweimal gewolft, erst durch eine gröbere Scheibe
und dann durch die Feine.

Die Masse mit Salz, Pfeffer, Majoran und klein geschnittenem Petersilie abschmecken,
anschließend die Eier und das Backpulver untermischen.

Das Ganze für ca. 20 Minuten im Kühlschrank quellen lassen.

Vor der eigentlichen „Produktion“ einen kleinen Leberknödel formen und in siedenden Wasser zu Testzwecken garen – passt die Würze und Bindung kann es losgehen.

Gleichmäßige Knödel formen und in gut gesalzenes siedendes, nicht kochendes Wasser geben und ca. 20-25 Minuten gar ziehen lassen.

Zum Schluss Sauerkraut und ein Stück frisches dunkles Brot dazu,
vielleicht noch ein Glas Riesling – perfekt!