Was trinkt ihr denn dazu?

Das ist eine der häufigsten Fragen, vielleicht sogar die häufigste Frage, auf unsere Rezepte und Anregungen im Blog.
Die einfachste Antwort darauf wäre: das was dazu schmeckt-und damit ist eigentlich alles gesagt.
Einfach kann aber nun mal jeder und einfach ist nicht wirklich unser Ding.

Deswegen ein paar Einblicke in eine weitere Leidenschaft von uns: WEIN

Wir wollen Euch mit diesem Beitrag 4 Weingüter vorstellen, die uns dieses Jahr beeindruckt haben. Es sind zwei Weingüter aus Rheinhessen und zwei Weingüter aus der Pfalz. Da wir im Süden Rheinhessens wohnen, haben wir den fast schon unverschämten Vorteil das Paradies direkt vor der Haustür zu haben. 
Zusätzlich stellen wir euch zum Abschluss noch einen Weinhändler vor, bei dem wir ebenfalls Kunde sind.

JA, der Beitrag enthält somit sowas wie WERBUNG. Unbeauftragt-einzig unser Qualitätsanspruch ist Triebfeder dafür.

Bevor wir jetzt ins Detail gehen mal noch ein paar Worte zum Thema „regional“.
Regional ist momentan in aller Munde und wird fast schon zur Religion stilisiert. Alles was dem Wiederspricht wird schon mal „schief“ angeschaut.
So auch beim Wein. Und zugegebenermaßen, ja wir haben in Deutschland (regional?) richtige gute Weingüter mit richtig guten Weinen und in einer Bandbreite, in der jeder Weintrinker sicher etwas findet.

Wir sind leidenschaftliche Liebhaber Deutscher Weine und trotzdem, wenn wir einen Champagner trinken möchten, wenn es ein alter Bordeaux sein soll, ein Pinot Noir aus dem Burgund dann kaufen und genießen wir genau das! Weil wir es möchten, weil wir Genießer sind, weil wir Spaß daran haben und auch damit wir unseren Horizont erweitern können.

Trends in der „Food“ Szene, die ins Extreme gehen, sich zu Verhaltensdoktrin entwickeln, selbsternannte Päpste hervorbringen, die die alleinig glücklich machende Weisheit kennen, sind uns zutiefst zuwider!

In erster Linie geht es uns ums (Achtung Wortwiederholung zum 3.) Genießen, genau das steht als große Überschrift über unserem Kochen genau wie beim Wein trinken-mehr Rechtfertigung benötigen wir für unser Handeln nicht.

 

Genug der kritischen Worte es folgen die kurzen Beschreibungen.

 

Das Weingut Schlipp-Rohrbach in Weisenheim am Berg www.schlipp-rohrbach.de

Das sind Freunde von uns, die dieses Weingut in Familienhand führen. So stellen wir uns ein unkompliziertes herzliches pfälzisches Weingut vor. Neben den tollen unterschiedlichen Weinen, zu denen wir gleich etwas schreiben, bietet das Weingut noch ein saisonales Winzer Café´. Während Petra (die Chefin) eine beeindruckende Auswahl an leckersten Torten und Kuchen anbietet, steht Rüdiger in der Küche und macht Hausmannskost im Besten aller Sinne – natürlich fehlt Wild in verschiedenster Art und Weise genau so wenig, wie die Pfälzer Klassiker. 

Zum Wein:

Wir mögen den trockenen Riesling sehr. Stand er anfangs in der Hauptsache zum „Schorlieren“ (Schorle=Pfälzer Nationalgetränk) auf unserer Liste, ist dieser herrliche Literwein gekühlt an einem Sommerabend einfach geil-denn eins ist klar, nur ein guter Wein gibt auch eine gute Schorle.

Dann hat Rüdiger da noch etwas Feines im Angebot: Sauvignon Blanc-der hat uns dieses Jahr mal so richtig abgeholt!  
Frisch und duftig-eine Bereicherung!

Der Rote Saint Laurent ist das, was wir ganz einfach als lecker beschreiben.
Ein Wein der auch mal in großen Schlucken getrunken werden darf.

 

Ab nach Rheinhessen, bevor die Pfälzer zu sehr gelobt werden

 

Das Weingut Peth-Wetz in Bermersheim, www.peth-wetz.de

Bermersheim ist ein Nachbarort von uns den wir fast täglich durchfahren. Und entsprechend fahren wir fast täglich an diesem Weingut vorbei und nahmen und genauso oft vor „da gehen wir mal hin“. Aber erst ein „Tipp“ hat uns den letzten Kick gegeben.
Hier hat ein in seiner Heimat verwurzelter junger Winzer die Idee gehabt, seine vielen im Ausland gemachten Erfahrungen nicht nur einfach mitzunehmen, sondern in Rheinhessen umzusetzen. Rheinhessen auf international-geile Sache.

Was hat uns beeindruckt:
Der Klarett: ein heller Rotwein, der kein Rose ist, der gekühlt getrunken werden will-der uns geflasht hat.
Der Grauburgunder „unfiltered“ ganz was anderes wie gewohnt – für uns erstmal nicht einfach aber definitiv im Gedächtnis bleibend.
Und in Rot: die Assemblage- Rotweincuvees die sich international orientieren und uns imponiert haben.

 

Ins Rheinhessisch-Pfälzische Grenzgebiet

 

Das Weingut Bremer im Zellertal, www.weingutebremer.de

Das Zellertal ist eine kleine, vielleicht nicht ganz so bekannte „Region in der Region“ der Weinliebhaber. Landschaftlich ein absoluter Traum und, wie man uns mitteilt, mit einem spannenden Micro Klima gesegnet.
Das Weingut wurde 2014 von einer (positiv) weinverrückten Familie übernommen, mit Hilfe eines erfahrenen Önologen innerhalb kürzester Zeit nicht nur im Weinberg und Keller, sondern auch im Weingut selbst auf imposante Füße gestellt.
Die Spätburgunder haben es uns sowas von angetan, dass uns selbst jetzt beim Schreiben das Wasser im Mund zusammen läuft – wir sind schwer gespannt wo die Reise hier noch hingeht.
Aber auch die Rieslinge sind on top. Ein spannendes junges Weingut, das noch eine schicke kleine Weinbar mit Gastronomie zum Verweilen anbietet.

 

Last but not least: Unser Nachbar

 

Das Weingut Gutzler in Gundheim – www.gutzler.de

Ein VDP Weingut in unmittelbarer Nähe zu haben ist schon das was wir unter echtem Luxus verstehen. Zu unserer Schande haben wir ein Jahr benötigt um die sensationellen 20 Meter zu überbrücken. Scheinbar war 2018 das Jahr in dem wir manchmal Schubser von Außen benötigten.
So auch hier: Jeanette und Hennig Weinheimer unsere Freunde aus dem www.Weinreich.de
– seit 2018 mal so ganz neben bei mit 14 Punkten und einer Haube im Gaullt Millaut prämiert!
Übrigens: Henning + Jeanette: darauf gilt es noch anzustoßen! –
haben dort gemeinsam mit uns eine Weinprobe gemacht. Somit bedurfte es zwei Pfälzer, damit wir zwei Rheinhessen unser Glück auch greifen konnten.
So, wo fangen wir jetzt an: wie bei den anderen Weingütern auch, hat uns echt sehr viel geschmeckt und die Auswahl an Weinen, die wir hier ganz kurz vorstellen möchten fällt uns nicht leicht:

Der Dorn Dürkheimer Silvaner-alte Reben: wir sind beide nicht die Silvaner Trinker, irgendwie hatten wir diese Rebsorte nicht so auf dem Schirm-tja das war dann mal so. Dieser Wein hat gesessen! Silvaner, vor allem wenn er so schmeckt gehört jetzt in unser Repertoire.
Der Westhofener Spätburgunder: auch ein Wein aus der „Mittelschicht“ der Klassifikation des VDP. Ein Ortswein. Tolle Aromen, ein Spätburgunder den wir absolut mögen.
Und zuletzt zwei Weine aus den Großen Lagen des Weingutes: sicher keine Weine für eben mal so, aber für schöne Anlässe, für Besuch von guten Freunden, genau das Richtige:
Liebfrauenstück Kirchenstück Riesling trocken und Brunnenhäuschen Spätburgunder trocken, wir sparen uns Details da unser Ausdrucksvermögen hierfür schlicht nicht genügt.-Toll!

 

Das soll es mal gewesen sein, 4 Weingüter ganz kurz beschrieben.

Wir gehen bewusst nicht den Weg, die Weine vollmundig mit vielen Attributen zu belegen – nein die Weine, die Weingüter und die Personen dahinter haben uns beeindruckt, wir hatten und haben Spaß damit, ganz einfach, es hat geschmeckt!

Und jetzt, wie geht’s weiter?! Ganz einfach, geht zu den Weingütern, macht einen Termin zur Probe aus, lasst euch einfangen von den Produkten, den Philosophien und den Menschen, die dahinterstehen und vor allem, kauft auch ein.
Die Winzer können nicht von der Probe alleine leben, die ein oder andere Flasche muss auch den Hof verlassen.

Und zuletzt die Alternative:

Wir können nun mal nicht in jedes Weingut dieser Welt reißen, auch wenn dies ein verführerischer Plan werden könnte. Ab und an benötigen wir jemanden der dies für uns bereits getan und daraus einen Beruf gemacht hat einen Weinhändler:

Der Weinhhändler: Lobenbergs Gute Weine  –  www.gute-weine.de

Eine Riesenauswahl an nationalen und internationalen Weinen findet sich hier und das alles noch mit Beschreibungen, die wir nachvollziehen können und auch verstehen. Alleine den Katalog zu wälzen ist eine Freude und wir haben dadurch die Möglichkeit vom heimischen Wohnzimmer die weite Welt des Weins zu erkunden-den manchmal ist „einfach“ eben doch unser Ding.

 

Veröffentlicht in Wein

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